Neuer Stil

Der Wandel in Stuttgart beginnt mit einem neuen politischen Stil.

Ich finde erstens: Viel zu lange schon lähmen ideologische Debatten und politische Schubladen die Stadtpolitik – damit muss Schluss sein. Wenn wir die Kommunalpolitik auf die Höhe der Zeit führen wollen, brauchen wir Unabhängigkeit und neue Ideen. 

Zweitens ist nach Jahren des Stillstands völlig unklar, wofür Stuttgart eigentlich steht und wo wir hinwollen. Wir brauchen wieder eine gemeinsame Vision für unserer Stadt – die aber nicht von OB und Gemeinderat verordnet, sondern im Sinne einer modernen Kommunalpolitik gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wird. Fast alle erfolgreichen europäischen Großstädte - ob Wien, Amsterdam oder Kopenhagen - haben ihre Stadtentwicklung an einem Leitbild ausgerichtet, das zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet wurde. Dies will ich auch in Stuttgart anstossen. Dafür möchte ich einen festen Ort einrichten, an dem die Zwischenstände und Ergebnisse des Prozesses präsentiert werden, wo man sie anschauen kann, wo sie erfahrbar werden, wo man auch mit unterschiedlichen Szenarien experimentieren kann. Das Stadtpalais könnte ein solcher Ort sein. 

Und deshalb geht es drittens darum, die Bürgerinnen und Bürger wieder mehr in den Fokus zu nehmen. Das beginnt mit einem Oberbürgermeister, der wieder in der ganzen Stadt sichtbar ist, bis hin zu neuen Formen der Bürgerbeteiligung und regelmäßigen Sprechstunden in allen Stadtbezirken.