Marian Schreier

Mein Name ist Marian Schreier, ich bin 30 Jahre alt, Bürgermeister der Stadt Tengen und gebürtiger Stuttgarter.

Ich bin am Kräherwald aufgewachsen, meine Eltern sind beide Musiker und leben bis heute in Stuttgart. Nach dem Abitur am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium im Jahr 2009 habe ich in Konstanz Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert und anschliessend in Oxford einen Master of Public Policy gemacht. Danach habe ich im Bundestag als Redenschreiber für Peer Steinbrück gearbeitet, ehe ich 2015 in der Stadt Tengen im Hegau zum damals jüngsten Bürgermeister des Landes gewählt wurde.

Seither werde ich häufig gefragt: Wie kommt man auf die Idee, mit gerade 25 Jahren Bürgermeister werden zu wollen?

Ganz einfach. Ich wollte nicht nur einem Spitzenpolitiker zuarbeiten, sondern selbst etwas bewegen. Dabei hatte ich mir vor allem drei Ziele gesetzt.

Erstens: Ein neuer Politikstil auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern. Diese sind für mich nicht nur die Adressaten von Kommunalpolitik, sondern müssen ernsthaft in die Gestaltung ihrer Stadt eingebunden werden. Ein Beispiel: Das neue Ärztehaus in Tengen baut nicht die Stadt, sondern eine Genossenschaft, an der – neben vielen gesellschaftlichen Akteuren wie Kirchen, Banken, und Ärzten – auch fast 400 Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind. Für mich ein Zukunftsmodell, wie sich Herausforderungen in Ko-Produktion von Stadt und Bürgerschaft lösen lassen.

Zweitens: Den Klimawandel ernst nehmen. Der Klimawandel ist kein abstraktes Phänomen. 2017 haben wir in Tengen den ersten Windpark im Landkreis Konstanz in Betrieb genommen. Dort wird jährlich Strom für rund 20.000 Menschen produziert. Jetzt soll noch ein zweiter Windpark entstehen – dafür haben sich die Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerentscheid mit großer Mehrheit ausgesprochen.

Drittens: Digitale Verwaltung auf der Höhe der Zeit. Moderne Stadtpolitik muss Bürgerservices nutzerfreundlich gestalten und so weit wie möglich digitalisieren. Auch hier haben wir uns in Tengen auf den Weg gemacht, sodass die Stadt 2017 durch das Bundesministerium des Inneren als Modellkommune Open Government ausgezeichnet wurde.

Im Jahr 2019 habe ich mich entschlossen, bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart anzutreten. Ich finde erstens: Gerade meine Generation – die von unseren heutigen Entscheidungen sei es mit Blick auf den Klimaschutz, die Mobilität oder die digitale Transformation am stärksten betroffen sein wird – wird in den kommenden Jahren Verantwortung übernehmen müssen. Und zweitens: Kompetenz ist keine Frage des Alters, weder in die eine noch in die andere Richtung.

Meine Partei, die SPD, sah das bekanntlich anders. Deshalb habe ich mich zu einer unabhängigen Kandidatur entschieden, denn erstens: Viel zu lange schon lähmen ideologische Grabenkämpfe und parteipolitische Schablonen die Stadtpolitik. 

Und zweitens: Eine Kommunalpolitik auf der Höhe der Zeit macht auch neue Formen des Wahlkampfes erfolgsfähig: Crowdfunding und eine digitale Wahlkampf-Plattform.

Lasst uns gemeinsam diesen Aufbruch wagen! Wenn Du mich persönlich kennenlernen möchtest, schau gerne einmal hier vorbei.

Marian Schreier